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Sprachförderung

Die Grundschule "In der Wüste" bietet im Rahmen ihrer Unterrichtsorganisation sowohl die vorschulische als auch die schulische Sprachförderung an. Die Kinder, die bereits an der vorschulischen Sprachförderung teilgenommen haben, erhalten im ersten Schuljahr  - begleitend zum Anfangsunterricht - weiterhin Sprachförderunterricht. Weiterführende Maßnahmen in den Klassen 2 bis 4  werden je nach Notwendigkeit und Möglichkeiten durchgeführt.  

Vorschulische Sprachförderung

Seit dem Schuljahr 2003/2004 hat das Nds. Kultusministerium die vorschulische Sprachförderung für Kinder mit geringen und nicht ausreichenden Deutschkenntnissen verpflichtend gemacht, damit die Kinder erfolgreicher am Unterricht der 1. Klasse teilnehmen können. Zunächst beliefen sich die Fördermaßnahmen auf einen Zeitraum von einem halben Jahr vor der Einschulung. Ab dem 1.8.2006 wird der Zeitrahmen auf ein ganzes Jahr ausgedehnt.   Bereits bei der Schulanmeldung wird mit allen Kindern ein kurzes Screening zur Feststellung deren Sprech- und Sprachvermögens, sowie Kenntnisse der Deutschen Sprache durchgeführt. Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten und/oder Defiziten im Deutschen werden daraufhin einem ausführlicheren Testverfahren unterzogen. Besteht Förderbedarf, werden sie der Schulbehörde gemeldet und müssen am vorschulischen Sprachförderunterricht teilnehmen.   Es können sowohl Kinder mit Migrationshintergrund und Deutsch als Zweitsprache, als auch deutsche Kinder, die noch nicht über ein altersgemäßes Sprachvermögen verfügen (Probleme in der Aussprache und/oder der Grammatik haben) an diesen Fördermaßnahmen teilnehmen.   Der Unterricht wird in kleinen Gruppen (Heterogene Gruppen mit bis zu 5 Kindern mit unterschiedlichstem Sprachstand und unterschiedlichen Lernvoraussetzungen) eine Stunde pro Kind und Woche erteilt und findet in der Schule statt. Es steht ein geeigneter Raum zur Verfügung; er ist mit entsprechendem Mobiliar und Materialien ausgestattet.   Die Förderung wird durch eine konstante Person als Bezugsperson durchgeführt.

Konzept der Sprachförderung

Das Konzept für die Sprachförderung enthält folgende Elemente:  

  • Feststellung des Sprachstands des Kindes und des Sprachförderbedarfs
  • Festlegung von Lern- und Entwicklungszielen
  • Differenzierte Inhalte des Unterrichts
  • Kooperation mit anderen Institutionen (Kitas, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen )
  • Verknüpfung der Sprachförderung mit anderen Förderangeboten der Schule
  • Erstellen eines individuellen Förderplans, der sich an vorhandener Sprachkompetenz des Kindes orientiert und dessen individuelle Sprachentwicklung dokumentiert

Inhalte und Ziele der Sprachförderung

  • Begriffsbildung, Wortschatz und Satzbau

Der passive Wortschatz soll erweitert und das Sprachverständnis geschult werden. Die Kinder sollen Begriffe, die sie im alltäglichen Bereich und besonders in der Schule benötigen kennen lernen.  Der aktive Wortschatz, das eigene Sprechvermögen wird durch eigenes Ausprobieren, Erzählen und durch gemeinsames Spielen und Lernen gefördert. In spielerischer Form werden durch grammatische Übungen u.a. die Bildung von Singular und Plural, der richtige Gebrauch der Artikel, die Präpositionen, Verb Konjugationen etc. kennen gelernt, geübt und gefestigt, so dass die Kinder zunehmend in der Lage sind, diese richtig anzuwenden.  

  • Förderung der phonologischen Bewusstheit

Ein weiterer Schwerpunkt ist, dass den Kindern Sprache bewusst gemacht werden soll. Sie sollen den für die deutsche Sprache typischen Sprachrhythmus erfahren und ihn anwenden können. Sie sollen lernen, Laute zu erkennen und heraus zu hören, Reime hören, erkennen und selber bilden, Wörter in Silben zerlegen, zusammengesetzte Wörter kennen lernen etc.  

  • Vorbereitung auf den Lese- und Schreibprozess

Durch Vorlesen von Bilderbüchern und Geschichten sollen die Kinder Zugang zur Schriftsprache bekommen; sie lernen bekannte Schriftbilder und deren Bedeutung kennen und erfahren, dass bestimmte Laute bestimmten Buchstaben zuzuordnen sind (z.B. Erhören eines Anlautes).

Das offene Konzept der Sprachförderung

Obwohl die Fördermaßnahmen systematisch angelegt sind, folgen sie nicht einem festgelegten Programm, sondern sie richten sich nach den jeweiligen Lernvoraussetzungen. Die Individualität des einzelnen Kindes (Umfeld, Sprach- und Entwicklungsstand) steht im Vordergrund. Die Fördermaßnahmen sind auf die gesamte Persönlichkeit des Kindes ausgerichtet und beinhalten Aspekte des emotionalen, sozialen und kognitiven Lernens, sowie der Bereiche der visuellen und auditiven Wahrnehmung, der Bewegung und des situationsorientierten Handelns.  
Neben den verpflichtenden Elementen der Empfehlungen des Nds. Kultusministeriums für die vorschulische Sprachförderung werden des weiteren  Elemente aus Förderprogrammen wie WÜT-Würzburger Trainingsprogramm, „Osnabrücker Materialien“ nach Dr.D.Tophinke, „Kon Lab“ nach Zvi Penner, „Wir verstehen uns gut“ nach E.Schlösser, sowie der „DaZ Box“ vom Finken Verlag in den Unterricht einfließen, außerdem sehr viel selbst erstellte Lernspiele zur Erweiterung, Festigung und Anwendung des Gelernten.
Zu jedem Themenbereich wurden Ordner mit entsprechenden Materialien, Spielen, Liedern, Arbeitsblättern etc. angelegt.  
Bei der differenzierten Gestaltung des Unterrichts wechseln Phasen des individuellen und des gemeinsamen Lernens ab. Der Unterricht wird dem Alter und den Bedürfnissen der Kinder angepasst; häufig wechselnde Methoden (Lied, Erzählen, Arbeitsblätter, Bewegungsspiele, Bilderbücher vorlesen, Bildergeschichten erzählen etc.), ansprechende und motivierende didaktische Materialien, sowie eine kindgerechte Umgebung  werden den Vorschulkindern gerecht und sind wichtig für einen erfolgreichen Förderunterricht.